Möllner Schulgebäude: Das Schulgebäude am Wasserkrüger Weg

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Im Jahr 1877 wurde in der Möllner Bürgerschaft der Vorschlag diskutiert, die bestehende Bürgerschule zu einer „Mittelschule“ auszubauen.

Zunächst wurde der Bau eines neuen Schulgebäudes beschlossen, das auf der sogenannten „Försterkoppel“ entstehen sollte, zumal die räumlichen Verhältnisse auf dem Stadthauptmannshof unzureichend waren.

Die feierliche Übergabe des neuen Hauses fand in der Aula der Schule am 19. November 1880 statt. Genau ein Jahr später wurde mit der Einführung des ersten Möllner Mittelschulrektors Carl Völkel die Mittelschule Mölln gegründet.

Neben dem Schulgebäude am Wasserkrüger Weg wurde später eine Turnhalle gebaut, die 1904 eingeweiht wurde (heute: Wasserkrüger Weg 14).

Die Mittelschule nutzte das Schulgebäude zunächst bis 1934. Da die Volksschule inzwischen auf 650 Schülerinnen und Schüler angewachsen war, tauschten beide Schulen ihre Standorte, und die Volksschule zog an den Wasserkrüger Weg in das inzwischen erweiterte Gebäude. Die Volksschule trug bis 1945 den Namen „Adolf-Hitler-Schule“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in der Schule eine extreme Raumnot: 1948/49 standen für fast 2000 Schülerinnen und Schüler (in 46 Klassenverbänden) nur 16 Unterrichtsräume zur Verfügung. Eine gewisse Erleichterung brachte der Umbau der benachbarten Turnhalle zu acht Klassenräumen.

Nach dem Neubau der Volksschule auf dem Schäferkamp zog erneut die Mittelschule in das Gebäude am Wasserkrüger Weg. Als die Mittelschule, die mittlerweile Realschule hieß, 1977 ihren Neubau auf dem Schulberg übernehmen konnte, hatte das alte Schulgebäude ausgedient und wich dem Neubau des Stadthauses, das 1986 eingeweiht wurde.

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