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Ehrenbürger George Bernard Shaw


Ein Bronzerelief des irischen Schriftstellers ist in der Mauer in der Nähe des Eulenspiegel-Brunnens auf dem Marktplatz eingelassen. Die Gedenktafel wurde 1952 von dem Möllner Bildhauer Karlheinz Goedtke geschaffen und von Bürgermeister Michelsen anläßlich der 750-Jahr-Feier der Stadtrechtsverleihung gestiftet.

Wie kam es zu der Ehrenbürgerschaft?
Der damalige Bürgermeister Rudolf Michelsen beantragte in der Sitzung des Hauptausschusses am 31.12.1949 die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Shaw. Am 01.01.1950 erging folgendes Telegramm: "Als Vertreter des im Jahre 1350 zu Mölln verstorbenen Till Eulenspiegel ernenne ich Sie, hochverehrter Herr Shaw, in Anerkennung Ihrer weitreichenden humorvollen Verdienste zum Ehren-Eulenspiegel mit der Bitte, diese Ehrung von Seiten der Stadt Mölln, als dem letzten Heimat- und Sterbeort Eulenspiegels, des großen Schalks, Weisen und Menschen in seinem Geiste anzunehmen."

Es wurde also nicht eine Ehrenbürgerschaft angetragen, wohl aber die Auszeichnung als Ehren-Eulenspiegel. Die Berichterstattung in der inländischen und ausländischen Presse über das Angebot an Shaw führte zu folgender Klarstellung: " ........., dass mein Telegramm nur als eine Ehrung, ich wiederhole: an den Schalk, den Weisen, den Menschen George Bernard Shaw gedacht war."

Schließlich antwortete Shaw unter dem 22.01.1950 mit einer Postkarte: "Ich schätze sehr das hohe Kompliment und die Ehre, auf eine Stufe mit dem besten Geschichtenerzähler aller Zeiten gestellt zu werden, mit Till Eulenspiegel. Reuter hat ihn mit Richard Strauss' Till verwechselt, den einzigen, den man in England kennt. Glücklicherweise wird der richtige Till durch Charles de Costers 1943 in Amerika veröffentlichte Übersetzung hier allmählich bekannter. Auf alle Fälle nehmen Sie mich auf als einen Ehrenbürger von Mölln. Vielen Dank für Ihren Brief."