Umgang mit der Wasserpest in den Möllner Seen

In den letzten Jahren ist das Massenvorkommen der Schmalblättrigen und der Kanadischen Wasserpest in den Uferbereichen der Möllner Seen auffällig geworden.  Die Wasserpest ist eine invasive Unterwasserpflanze, die Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Nordamerika hat.

Eine gesundheitliche Gefährdung für Badende oder Anlieger geht von dem Bewuchs nicht aus, jedoch kann der dichte Pflanzenteppich in Ufernähe das Baden und Bootfahren behindern.

Im letzten Jahr haben einzelne Anlieger gebeten, den ungewohnten Pflanzenbewuchs aus den Möllner Seen zu entfernen. Von solchen Maßnahmen hat die Stadtverwaltung abgesehen, weil das massive Vorkommen der Wasserpest-Pflanze durch diese Maßnahmen eher befördert als eingeschränkt wird.  Diese Pflanzen haben nämlich die Eigenheit, sich vegetativ durch Absprossungen und Abrisse einzelner Triebe zu vermehren, so dass die übermäßige Vermehrung  durch dieses Vorgehen zusätzlich befördert wird. Auch stehen die zu erwartenden hohen Rodungskosten in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem kurzzeitigen Erfolg.

Nach Auskunft und Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde kann die Stadt Mölln privaten Anliegern im Einzelfall  in beschränktem Umfang die Erlaubnis erteilen, in Selbsthilfe eine Schwimmschneise bis zu 2 m Breite vom Ufer zur offenen Wasserfläche hin frei zu räumen.

In dem Fall ist die aus dem See abgeräumte Wasservegetation zunächst auf dem eigenen Ufergrund für mindestens eine Nacht zwischenzulagern, damit in dem Räumgut enthaltene, wassergebundene Kleintiere die Gelegenheit erhalten, ins Gewässer zurückzuwandern.

Anschließend wäre das Material von den Anliegern  mit eigenem Aufwand ordnungsgemäß zu kompostieren oder zu entsorgen. Anlieger, die Interesse haben, danach vorzugehen, sollen sich unbedingt vorab mit dem Eigentümer der Seen, der Stadt Mölln, abstimmen.

Für die Abstimmung steht in der Stadt Mölln der Fachbereich Forst und Grün bereit unter Tel.: 04542 - 803 345.